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Chamäleon Effekt in einer Beziehung - oder wie wir uns spiegeln

Das Bedürfnis des Menschen nach Harmonie und Symmetrie

Hört oder liest man über die Beziehungen des Menschen - und speziell die Partnersuche -, ist immer wieder auch vom Chamäleon-Effekt die Rede. Der Chamäleon-Effekt beschreibt die unbewusste Nachahmung von Gesten, Haltungen und Stimmlagen, besagt also, dass man sich im Umgang mit seinen Mitmenschen - vor allem in Gesprächssituationen - an den anderen anpasst.

Der Chamäleon-Effekt - auch bekannt als Spiegeltechnik

Der Chamäleon-Effekt zeigt sich immer und überall im Alltagsleben - bei Verliebten im Restaurant, bei Arbeitskollegen in der Kantine, bei Bekanntschaften auf einer Party. Besonders ansteckend wirken Mikrogesten wie Gähnen, Lächeln, Trinken oder Nasekratzen. In Studien ahmten Probandinnen und Probanden auch Berührungen im Gesicht sowie das Übereinanderschlagen der Beine nach. Das gilt allerdings nur dann, wenn die beiden sich mögen und verstehen. Dahinter, so wird vermutet, steckt das Bedürfnis des Menschen nach Harmonie und Symmetrie. Kein Wunder, dass Personen, die sich ausgegrenzt fühlen, die Mitglieder ihrer Gruppe umso stärker imitieren. Der Chamäleon-Effekt hat evolutionär die wichtige zwischenmenschliche Aufgabe, als eine Art sozialer Klebstoff zu fungieren. Grundlage ist der Common Code Approach aus der Neuro- und Kognitionswissenschaft, der davon ausgeht, dass sich Ausführung, Vorstellung und Wahrnehmung von Bewegung eine gemeinsame Region im Gehirn teilen.

Eine Art der spiegelnden Resonanz

Besonders aktiv sind die Gehirnbereiche oder "Spiegelneuronen" in der Liebe. Sie bezeichnen eine besonders intensive Art der spiegelnden Resonanz. Kaum zu erklären ist, woher sie kommt. Sicher ist nur: Sie kommt ganz von selbst - also ohne bewusstes oder rationales Zutun. Spiegelneuronen wirken bereits, wenn uns jemand sympathisch ist. Sympathie wiederum hat viel zu tun mit Empathie, denn Menschen, die in Bezug auf unsere Person und Lebenssituation einfühlsam und verständnisvoll sind, wirken sympathisch auf uns. Übrigens: Der Sympathieeffekt überträgt sich einzig und allein dann, wenn der andere authentisch ist. Daher: Achtung, Singles! Wird etwas ausgedrückt, sollte es unbedingt mit der inneren Haltung des Menschen übereinstimmen.

Wortlos und natürlich

Zwischenmenschliche Beziehungen beginnen immer und überall damit, dass zwei Menschen Signale aussenden, während sie gleichzeitig schauen, inwieweit und wie stark sie vom anderen zurückgespiegelt werden. Intuitiv nimmt man wahr, was der Blick des Gegenübers über Emotionen und Bedürfnisse verrät. Beim Kennenlernen auf Partnersuche "erfühlen" wir den anderen. Beim Flirten stimmen sich die beteiligten Singles durch Blickkontakt aufeinander ein. Flirtgesten wie die Berührung der Haare bei Frauen ("Hair Flip") werden vom anderen auch unbewusst so verstanden. Männer neigen zum sogenannten "Posen": Sie sitzen breitbeinig da und/oder verschränken die Arme hinter dem Kopf. Entscheidend für den Erfolg oder Misserfolg des Flirts ist, dass sich beide der Aufmerksamkeit durch das Gegenüber bewusst sind. Ein Kuss entwickelt sich dann ganz wortlos und natürlich: Beide schauen sich an und wissen instinktiv, was passieren wird.

Die Aufgabe der Spiegelneuronen

Der Chamäleon-Effekt ist ein "Imitationseffekt", der dazu führt, dass Flirtende oder Liebespartner ihre Bewegungen, so beispielsweise das Übereinanderschlagen der Beine, synchron vollziehen. Ausschlaggebend ist nicht, was gemacht wird - trinken, lächeln, sich aufstützen -, sondern, dass es gleichzeitig passiert. Flirtende stimmen sich also, das haben wir bereits gehört, auf die Emotionen und Bedürfnisse ihres Gesprächspartners ein. Auf diese Art und Weise nehmen Frischverliebte nahezu 100 Prozent der Signale ihres Flirtpartners wahr. Die Aufgabe der Spiegelneuronen endet jedoch nicht mit dem Flirt. Denn auch im Laufe der Liebe spielt die innere Abbildung des Partners eine nicht zu unterschätzende Rolle. Das Resonanzsystem, das den anderen spiegelt, ist dabei besonders aktiv. Wir können spüren, was der andere empfindet, und sind bereit, uns darauf einzulassen. 

Experimente zeigen auf, dass Liebespaare, die innig miteinander verbunden sind, Freude und Schmerz ihres Geliebten nicht nur mitfühlen, sondern regelrecht miterleben. 

Andersherum steht die Liebe auf wackligen Beinen, sobald die Bereitschaft der Liebenden verloren geht, die Gefühle und Bedürfnisse des Gegenübers zu spiegeln. Bemerkbar macht sich das in Verhaltensweisen wie dem Meiden des gegenseitigen Blickkontaktes. Dann ist man nicht mehr bereit, sich gänzlich auf den anderen einzulassen. Die Folge: Die innige Verbundenheit der Liebespartner schwindet.

 
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